Donnerstag, 12. März 2015

[Rezension] Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß von Antonia H. Jacob

http://www.dotbooks.de/e-book/279227/der-tag-an-dem-ich-papa-im-auto-vergass
Inhalt:
Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber schlimmer als das, was Sandra passiert, kann es kaum kommen. Sie hat die Urne ihres Vaters im Kofferraum eines Mietwagens vergessen. Leider bemerkt sie dieses kleine Missgeschick erst, als sich der Wagen bereits mit Sandras Vater auf dem Weg nach Berlin befindet. So lernt sie den sympathischen Studenten Tom kennen und bittet ihn, sie bei etwas ganz Besonderem zu unterstützen: die letzten Wünsche ihres Vaters zu erfüllen – wenn auch post mortem. Zumindest denkt sie das, denn was Sandra nicht weiß: Ihr Vater mischt auch aus dem Jenseits noch ordentlich mit und hat seine Finger bei so allerhand im Spiel … (Quelle: Dotbooks)

Meinung:
Als erstes ist mir bei dem Buch natürlich das Cover aufgefallen. Es erinnert mich irgendwie an die Cover von David Safiers Büchern. Ich habe mir eine lustige Geschichte versprochen, wie die Hauptperson Sandra denn nun die Urne mit den Überresten ihres Vaters wiederbekommt. Zunächst sollten meine Erwartungen auch nicht enttäuscht werden. Allerdings ab der Hälfte des Buches ändert sich hingegen die Handlung etwas und ein Geheimnis des Vaters rückt zunehmend in den Vordergrund. Und dann mischen sich auch immer wieder die Verstorbenen ein, um die Lebenden in ihrem Handeln und Entscheidungen zu beeinflussen.

Alles in allem eine unterhaltsame Lektüre, witzig und locker geschrieben. Ab der zweiten Hälfte finde ich den Schreibstil sogar noch besser, da die Kapitel länger werden und die Diagloge mehr im Vordergrund stehen. In der ersten Hälfte hatte ich hin und wieder das Gefühl, dass ich ein paar wichtige Infos einfach überlesen habe und hinsichtlich der nachfolgenden Handlung ein paar Verständnisprobleme hatte (diese ließen sich aber durch den Kontext klären).

Die Charaktere fand ich super, ganz besonders Sandra. Sie wirkt so organisiert. Tom ist allerdings das genaue Gegenteil: lnkonsequent und ziellos. Beide kommen sich trotz des Alters- und Charakterunterschiedes irgendwie näher. Ich als Leser habe dann auf ein Happy End der beiden ehofft, allerdings gibt es da auch noch Christian, der erst ziemlich spät in der Handlung zum ersten Mal überhaupt auftaucht. Ab diesem Zeitpunkt ist Tom für Sandra nicht mehr relevant. Ich fand schade, dass er nur noch als "Randnotiz" in der Handlung eine Rolle spielte. Hier hätte ich mir auch ein schönes Happy End für Tom gewünscht.

Fazit: 4 von 5 Sternen
Eine witzige Idee, das die Verstorbenen in das Geschehen des Diesseits eingreifen können. Der Schreibstil ist locker und witzig, allerdings hätte an der ein oder anderen Stelle etwas ausführlicher erzählt werden können. Das Ende kam für mich leider etwas zu plötzlich.

Details zum Buch:
Titel: Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß
Autorin: Antonia H. Jacob
Einzelband
Genre: Roman
Verlag: Dotbooks
ISBN: 978-3-955-20732-8
Seitenzahl: 209
Erstveröffentlichung: September 2014
Preis: 4,99 € (Ebook)
Verlagshomepage 


Ich möchte mich ganz herzlich bei der Autorin Antonia H. Jacob, dem dotbooks Verlag und Lovelybooks für dieses Rezensionsexemplar bedanken.  

Kommentare:

  1. Eine sehr schöne Rezension :)
    Du hast jetzt auf jeden Fall eine Followerin mehr :-)

    AntwortenLöschen
  2. Vielen Dank. Das freut mich, dass es dir so gut gefällt. :)

    AntwortenLöschen
  3. Huhu liebe Leni,

    da ging es Dir wie mir, habe das Cover gesehen und dachte es sei ein Buch von David Safier :) Deine Rezi hört sich gut an! Werde mir das Buch mal genauer anschauen, danke!

    Liebe Grüße, Tanja

    AntwortenLöschen
  4. Hey,

    ich habe genau wie du gleich an David Safier gedacht. Zumindest was das Cover angeht, der Titel ist für Safier dann doch zu lang ;)

    Ich finde es immer sehr blöd, wenn Charaktere plötzlich unter den Tisch fallen gelassen werden. Wenn sie ihre Rolle erfüllt haben okay, aber wenn sie einfach nicht mehr auftauchen, weil man sie nicht mehr braucht, ist das schon blöd.

    Grüße,
    Julia

    AntwortenLöschen