Montag, 22. Juni 2015

Rezension zu "Draufgängerische Küsse" von Poppy J. Anderson

Roman
2. Teil der "Boston-5"-Serie
258 Seiten
Verlag: Self Publisher  
Preis: 2,99 € (Ebook)
Erschienen: Dezember 2014

Inhalt:
Shane Fitzpatrick kommt sich nicht nur unwiderstehlich vor - er ist es auch. Groß, dunkelhaarig und mit der Erlaubnis ausgestattet, eine Waffe zu tragen, wird der irische Dickschädel von Frauen angeschmachtet, wo er geht und steht. Bislang hat er sich wegen dieses Umstandes noch nie beklagt und ist dafür bekannt, nichts anbrennen zu lassen, doch der Bostoner Polizist denkt mittlerweile darüber nach, die zahlreichen Dates sausen zu lassen und sich auf die Suche nach einer Frau zu machen, mit der er endlich sesshaft werden kann. Dumm nur, dass ausgerechnet die einzige Frau, für die er jemals etwas empfunden hat, nicht einmal seinen richtigen Namen kennt und einen guten Grund hat, Shane die ewige Verdammnis an den Hals zu wünschen.

Meinung:

Nachdem ich den Auftakt zur neuen Serien von Poppy J. Anderson um die Bostoner Fitzpatrick-Familie nicht ganz so gelungen fand (hier gibt's eine Kurz-Rezi), hatte ich nicht allzu hohe Erwartungen an den zweiten Teil, bei dem Shane Fitzpatrick seine Traumfrau versucht zu erobern. 

Allerdings wurden meine Erwartungen übertroffen und ich musste feststellen, dass dieser Teil deutlich besser ist. Hatte ich im ersten Teil noch das Fehlen realer Konflike bemängelt, gibt es in diesem Teil ein wirkliches Problem, mit dem Shane  konfrontiert wird und das er lösen muss.

Im Mittelpunkt dieses Teiles steht Shane, der Polizist in Bosten ist und der bei einem Undercover-Einsatzes Thorne kennenlernt. Nachdem der Einsatz beendet ist, bricht der Kontakt zu Thorne ab, deswegen weiß er nicht, dass er mit ihr den gemeinsames Kind hat. Nach sieben Jahren muss er sich allerdings erneut mit Thorne auseinandersetzen und erfährt dabei, dass er einen Sohn namens Brady hat. Dabei hat sich seine Welt komplett auf den Kopf gestellt. Shane ist ein absoluter Familienmensch, der sich sofort in das Leben von Brady und Thorne einbringt. 

Der Schreibstil ist, wie immer bei Poppy J. Anderson, sehr erfrischend und kurzweilig. Durch die geringe Seitenzahl kann man das Buch "schnell mal zwischendurch" lesen. Die Story hat mich auch sehr angesprochen und die Charaktere passen super in den Handlungsverlauf. Besonders liebenswert fand ich Brady, der Shane sofort als Vater akzeptiert und in sein Herz schließt. Die Szenen, bei denen Shane sich als Vater beweißt und die liebevolle Art, wie er mit Brady umgeht, sind einfach herzallerliebst. 

Als die übrigen Fitzpatrick-Familienmitglieder erfahren, dass Shane einen Sohn hat und warum er erst nach Jahren von seiner Existenz erfahren hat, sind alle geschockt. Die Aufarbeitung dieser Gefühle und der Situation an sich sind mir leider ein wenig zu kurz gekommen. Hier hätte ich mir noch etwas mehr Platz für diese Nebenhandlung gewünscht. 

Fazit: ★★★★☆ – Lesenswert!
Ein guter, wenn auch recht vorhersehbarer, Liebesroman, mit einem klassichen Happy End. Für Fans von Poppy J. Anderson auf jeden Fall ein MUSS. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen