Freitag, 17. Juli 2015

Rezension zu "Allein kann ja jeder" von Jutta Profijt

Roman  
Einzelband   
336 Seiten   
Verlag: dtv 
Preis: 14,90 €   
Erschienen: Juni 2015

Inhalt:
Ellen (46), Kim (13), Rosa (71), Konrad (76), Hans (56) und Mardi (14): Was haben diese Menschen miteinander zu tun? Sie wohnen alle unter einem Dach! Aus der Not heraus haben sie eine heruntergekommene Villa besetzt und versuchen nun, jeder auf seine Art, mit der Situation klarzukommen. Zwei von ihnen sind Mütter, und zwei sind Töchter. Eine Person wird schmerzlich vermisst, und eine ist nicht das, was sie vorgibt. Drei sind verliebt und eine ist eigentlich gar nicht da. Geheimnisse gibt es hier viele - und nebenbei muss auch noch ein Mord aufgeklärt werden. (Quelle: dtv) 


Meinung:
Das Cover ist echt eine Augenweide. Obwohl im Roman leider keine Dachterrasse vorkommt, wie eben auf dem Cover abgebildet, fand ich das während des Lesens nicht weiter schlimm, denn das Buch punktet bei mir auf ganzer Linie. 

Ich war von Anfang an vom Schreibstil und den kurzen Absetzen begeistert, die jedes Kapitel nochmal unterteilt haben. Das hat für mich genau die richtige Spannung aufgebaut. Die ganze Handlung war für mich nicht vorhersehbar (bis auf die Tatsache, dass alle irgendwann in der heruntergekommenen Villa landen würden) und deswegen war der Roman spannend und originell bis zur letzten Seite. 

Das der Geschichte eigentlich ein Mord zu Grunde liegt, der aufgeklärt werden will, habe ich zwischenzeitlich vergessen, denn es gab genug kleinere Probleme und Konflikte der Hauptcharaktere zu lösen. Der Mord bekam erst am Ende wieder seinen Platz in der Geschichte und wurde zwar aufgelöst, dennoch ist dieses Buch auf keinen Fall dem Genre "Krimi" zuzuordnen, sondern vielmehr als Unterhaltungsroman anzusehen. 

Die Hauptcharaktere sind allesamt liebenswert und absolut authenisch dargestellt. Da gibt es die etwas schrullige und Joint rauchende 71-jährige Rosa, die zusammen mit ihrer ordnungsliebenden Tochter Elles und iher rebellierenden Teenager-Enkelin Kim aus der Not heraus eine alte Villa am Rheinufer besetzen. Dieses Haus müssen sie allerdings mit Hans Seefeld, Kims gehassten Physiklehrer, dem Rentner Konrad Schmitt  und dem Jugendlichen Mardi (14) teilen. Durch die detailgetreue Darstellung im Buch haben mich die Charaktere mehr als überzeugt, denn sie wirken wie aus dem Leben gegriffen.

Fazit: ★★★★★ – Empfehlenswert!
Ein rundum gelungener Unterhaltungsroman, der mit seinen vielen Wendungen und liebenswerten Charakteren eine absolute Weiterempfehlung wert ist (über die in Buch fehlende Dachterrasse sehe ich dabei mal großzügig hinweg, denn ansonsten stimmte für mich einfach alles.)


Vielen Dank an LovelyBooks, der Autorin Jutta Profijt 
und dem Deutschen Taschenbuch Verlag 
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. 

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