Donnerstag, 13. August 2015

Hörbuch-Rezension zu "Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet" von Alan Bradley

Hörbuch
1. Teil der "Flavia de Luce"-Reihe 
6 CDs, 411 Minuten Laufzeit
Gelesen von Andrea Sawatzki
Preis: 24,99 €
Verlag: Hörbuch Hamburg 
Erschienen: März 2010
Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie

Inhalt: 
Flavia ist zwar erst elf, hat es aber faustdick hinter den Ohren bzw. in ihrem Labor. Die Leidenschaft der klugen Kleinen gilt nämlich der Chemie. Vor allem todbringende Substanzen wie indianische Pfeilgifte und Arsen haben es ihr angetan. Und sie interessiert sich nicht nur dafür, sie setzt ihre Kenntnisse auch ein: Wer Flavia dumm kommt, klagt vielleicht schon bald über einen brennenden Ausschlag oder juckende Pusteln ... Als Flavia eines Morgens eine Männerleiche im Gurkenbeet des Familienanwesens findet und ihr Vater des Mordes verdächtigt wird, entdeckt Flavia eine zweite Passion: die Detektivarbeit. (Quelle: Hörbuch Hamburg)



Meinung: 
Obwohl wir erst im August des Jahres sind, steht nach dem Hören von "Flavia de Luce: Mord im Gurkenbeet" schon für mich fest: Es wird mein Hörbuch-Highlight des Jahres werden! Ich bin eigentlich kein großer Fan von Krimis, aber dank des Autor Alan Bradley werde ich sicherlich wieder öfters zu diesem Genre greifen!

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 11-jährige Flavia de Luce, ein kluges Mädchen, deren Leidenschaft die Chemie ist und die in ihrer ganz eigenen kleinen Welt lebt. Eines Morgens findet sie im Gurkenbeet des herrschaftlichen Hauses eine Leiche. Durch ihre rationale Denkweise ist Flavia sofort klar, dass es sich um einen Mord handeln muss. Durch ihre schnelle Auffassungs- und Kombinationsgabe ist sie der örtlichen Polizei schnell einen Schritt voraus, was die Suche nach dem Mörder angeht. 

Nicht nur Flavia, sondern auch die ganzen anderen schrulligen Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen: Der eigentümliche Dogger, das Faktotum des Hauses, Ms. Mullet, die Köchin und Haushälterin oder Daphne und Ophelia, Flavias ältere Schwestern. Alle haben ihre Ecken und Kanten und sicherlich die ein oder andere Leiche im Keller und das macht sie für mich interessant und authentisch. 

Auch der Sprachstil hebt sich von anderen Büchern des Genres deutlich ab. Es ist stellenweise locker und leicht verständlich, aber dennoch hat es ein gewisses Niveau. Das Buch ist voll von Metaphern und Alan Bradley gelingt es aus dem Nichts lebendige und aussagekräftige Bilder vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen, wie es nur wenige Autoren bis jetzt konnten.

Das sehr gelungene Gesamtpaket dieses Hörbuches rundet die Sprecherin Andrea Sawatzki ab. Sie hat diese Lesung zu etwas besonderem gemacht, es war zu keinem Zeitpunkt langweilig. 

Dieses Hörbuch hat mich so richtig überzeugt, dass ich das dazugehörige Buch noch am selben Tag ganz oben auf meine Wunschliste gesetzt habe, denn ich will es unbedingt selbst noch einmal lesen! Und natürlich bin ich nun auch neugerig geworden, wie es mit Flavia und ihren Schwestern weitergeht. Deswegen sind auch Teil zwei bis sieben postwendend auf meine Wunschliste gewandert!
Fazit: ★★★★★ – Empfehlenswert!
Unbedingt anhören! Dieses Hörbuch hat mich zum Flavia-Fan werden lassen! 

 

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