Donnerstag, 20. August 2015

Rezension zu "Das Schicksal ist ein mieser Verrräter" von John Green

Roman
336 Seiten
Verlag: DTV
Preis: 9,95 € (Taschenbuch)
Erschienen: Mai 2014
Originaltitel: The Fault in our Stars

Inhalt:
Hazel ist nicht wie andere Teenager: Sie hat Schilddrüsenkrebs Stadium IV. Unheilbar. In einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Teenager lernt sie Augustus kennen. h er ist vom Krebs gezeichnet, nachdem ihm ein Bein wegen eines Tumors abgenommen wurde. Augustus erfüllt hazel ihren Herzenswunsch, indem er ihr ermöglicht den Autor ihres Lieblingsbuches "Ein herrschaftliches Leiden" in Amsterdam zu besuchen...

Meinung: 
Es gibt so vieles, was man zu "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" schreiben kann, aber ich habe das Gefühl, dass nichts von dem, was ich jetzt schreibe, dem Buch wirklich gerecht wird. Es stand als eines dieser "Hype-Bücher" lange Zeit auf meiner Wunschliste. Das Thema Krebs bei Kindern und Jugendlichen ist nicht gerade leichte Kost, stellenweise sehr traurig, aber nach dem Lesen bin ich froh, dass ich es doch in die Hand genommen habe. Und es ist definitiv ein Buch, dass man nicht vergisst und immer weiterempfehlen wird.
Besonders berührt haben mich die tiefgründigen Dialoge zwischen Hazel und Augustus. Beide sind aufgeschlossene, schlaue Teenager, die sehr tapfer mit ihren niederschmetternden Diagnosen umgehen. Beide genießen die kleinen Dinge des Lebens und sie wissen die Einzigartigkeit und Vergänglichkeit eines jeden Augenblicks zu schätzen. 

Einige Textpassagen haben mich tiefberührt und werden mir noch lange im Gedächtnis bleiben! Hier seien nur zwei Beispiele dafür genannt:

  "Es gibt nur eins auf der Welt, das ätzender ist, als mit sechzehn an Krebs zu sterben und das ist, ein Kind zu haben, das an Krebs stirbt." (S.16)

"Aber ich machte mir trotzdem Sorgen. Ich war gerne ein Mensch. Ich wollte es noch eine Weile bleiben. Sorgen sind eben eine weitere Nebenwirkung des Sterbens.
(S. 64)

Ich habe so mit Hazel und Augustus gelitten, wie ich es selten bei Protagonisten getan habe. Vielleicht war es die Art, mit der Hazel von ihrem umvermeidbaren, absehbaren Sterben spricht, die mich so hoffen ließen, dass es nicht doch eine Fehldiagnose ist und sie und Augustus ein langes und glückliches Leben führen werden. Aber der Krebs ist eine tükische Krankheit und so war es für mich ein unvorhersehbarer verlauf der Handlung, die die Geschichte so spannend gemacht hat. Die jugendliche Sprache finde ich sehr gut gelungen. Jedes Wort sitzt an der richtigen Stelle, die Metaphern sind passend zum Kontext des Buches. Sie bringen dieses schwere, emotionale  Thema Krebs so leicht und verständlich rüber. 

Fazit:★★★★★ – Empfehlenswert!
Lesen, weinen und weiterempfehlen. Ein sehr empfehlenswertes Buch!


1 Kommentar:

  1. Hi Leni,

    das Buch ist der absolute Hammer. So traurig und dennoch lässt es einen nicht ganz hoffnungslos zurück.

    lg
    Marie

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