Sonntag, 2. August 2015

Rezension zu "Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira

Roman
413 Seiten  
Verlag: cbt Verlag 
Preis: 17,99 € (Hardcover) 
Erschienen:  Februar 2015
Originaltitel: Love Letters to the Dead

Inhalt: 
Im Englischunterricht muss Laurel, die im ersten Jahr der Highschool ist, einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben und sucht sich Kurt Cobain aus, der verstorbene Sänger der Rockband Nirvana. Was für Laurel zunächst mit einem Brief für den Englischunterricht gegonnen hat, entwickelt sich schnell weiter und während die Zeit vergeht, schreibt Laurel immer mehr Briefe an Judy Garland, Elizabeth Bishop, River Phoenix, Amelia Earhart und Amy Winehouse. In den Briefen erzählt Laurel von Erlebnissen aus der Schule, von ihren Freunden, aber auch von ihrer verstorbenen Schwester May, die sie so schmerzlich vermisst. Diese Briefe zu schreiben ist eine Art der Therapie für Laurel und sie findet einen Weg zurück ins Leben, nachdem sie endlich die schreckliche Wahrheit über sich und ihre Schwester nicht mehr verdrängt... 

Meinung: 
Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, musste ich sofort an das Buch "Love you, Hate you, Miss you" von Elizabeth Scott denken. Es zählt zu meinen Lieblingsbüchern, denn ich musste so weinen, wegen der emotionalen Tagebucheinträge, die die Protagonistin geschrieben hat. Deswegen war meine Erwartung an das Buch auch sehr hoch. Allerdings ist dieses Buch so anders, das ich beide nicht miteinander vergleichen möchte. 

Im Mittelpunkt steht Laurels Leben nach dem Tod ihrer großen Schwester May. Sie geht auf eine neue Schule, findet neue Freunde, hat mit Sky ihren ersten Freund gefunden und trotzdem ist Laurel traurig, weil sie May vermisst und sie vergleicht sich immer wieder mit ihr und ihrem Lebensstil.

Laurel ist für mich der typische Teenager, der versucht seine Grenzen auszuloten und einen Platz für sich innerhalb der Highschool und deren unterschiedlichen Gruppierungen zu finden. Zunächst wird sie als trauriges Mädchen dargestellt, doch das ändert sich im Laufe des Buches zunehmend und sie findet mit Natalie und Hannah zwei extrovertierte Freundinnen, mit denen sie viel Zeit verbringt, mit ihnen das erste Mal Alkohol trinkt, ihren ersten Kater hat und viele andere verrückte Dinge macht.

Die Handlung wird in Form von Briefen erzählt und man erfährt in den Briefen sowohl aktuelle Geschehnisse aus Laurels Leben, sowie Erlebnisse, die sie zusammen mit May in der Vergangenheit erlebt hat. So erfährt der Leser nach und nach, was wirklich mit May geschehen ist und was Laurel seitdem versucht hat zu verdrängen. 

Besonders schön an diesem Buch finde ich, dass auch das Leben der berühmten Persönlichkeiten dargestellt wird und es wird schnell klar, warum Laurel diese Persönlichkeiten ausgewählt haben muss, denn auch in deren Leben war sicherlich nicht alles Gold was glänzte.

Durch die Briefe hat Laurel den Weg zurück ins Leben letztendlich geschafft. Sie hat durch diese Art der Therapie ihre schlimmen Erlebnisse mit May aus der Vergangenheit aufgearbeitet und kann positiv ihren weiteren Lebensweg bestreiten. 

Fazit: ★★★★★ – Empfehlenswert!
Dies ist sicherlich eines der besten Jugendbücher, dass das Thema "Verlust" und "Leben nach dem Tod eines geliebten Menschen" behandelt. Die Idee mit den Briefen an berühmte Persönlichkeiten ist so eine originelle Idee, deren konsequente Umsetzung mich überzeugt hat.


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