Dienstag, 29. September 2015

Rezension zu "So kalt wie Eis, so klar wie Glas" von Oliver Schlick

Roman
384 Seiten
Verlag: Ueberreuter
Preis: 16,95 € (Hardcover)
Erschienen: August 2015


Inhalt:
Die achtzehnjährige Cora kommt nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter nach Rockenfeld, wo ihr Großvater Jacob Dorneyser lebt. In dem Dorf werden nach alter Handwerkskunst Schneekugeln hergestellt, eine Tradition, die Coras Urahn Ende des 16. Jahrhunderts begründete. Der Legende nach soll ihm vom Teufel höchstpersönlich die erste Kugel geschenkt worden sein. Fasziniert von der Kunst, kleine Welten unter Glas zu schaffen, bittet Cora ihren Großvater darum, sie auszubilden. Doch schon nach kürzester Zeit geschehen die seltsamsten Dinge. Da ist zum einen der gutaussehende, geheimnisumwitterte Niklas mit den stechend blauen Augen, zu dem sich Cora unwillkürlich hingezogen fühlt und dessen Besuche bei Jacob sie niemandem gegenüber erwähnen soll. Nachts beobachtet Cora Lichter im Wald und Schneeflocken fügen sich wie von Geisterhand vor ihren Augen zu warnenden Worten zusammen. In Cora wächst die Überzeugung, dass an der alten Legende ein Fünkchen Wahrheit haften muss. Was hat es mit der rätselhaften, ersten je geschaffenen Schneekugel auf sich? (Quelle: amazon.de)

Meinung:
Das Cover ist so unglaublich schön. Die Farben und die schwarzen Silhouetten harmonieren perfekt zusammen. Allein schon wegen des Covers musste ich das Buch unbedingt haben. 

Der Einstieg in die Geschichte war super leicht. Zunächst steht der Tod von Coras Mutter im Mittelpunkt und der daraus resultierende Umzug zum Großvater nach Rockenfeld. Cora wird für ihr jugendliches Alter schon als überaus rational und erwachsen beschrieben, die mit den tragischen Umständen und den ganzen Veränderungen in ihrem Leben ganz gut zurechtkommt. Ab und zu ein wenig mehr Gefühl hätten meiner Meinung nach Coras Charakter noch authetischer wirken lassen, aber auch so finde ich ihre Persönlichkeit sehr bewundernswert.  

Durch den Umzug nach Rockenfeld lernt Cora zunächst ihren Großvater Jacob Dorneyser näher kennen. Jacob ist ein weltberühmter und reicher Schneekugelmacher, vom dem Cora dieses Handwerk im Laufe der Geschichte erlernen will. Jacob wird als liebenswerter Charakter dargestellt, allerdings hat er auch das ein oder andere dunkle Geheimnis, das er vor Cora zu verbergen versucht. Zu diesem Geheimnis zählt auch Niklas, den Cora eines Tages bei Jacob im Atelier kennenlernt und zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. 

Der Schribstil ist sehr flüssig und ich musste immer weiterlesen, denn es gab so viele ungeklärte und verwirrende Details, die sich erst ganz am Ende aufgeklärt haben und die ganze Geschichte so spannend gemacht haben. Obwohl die Geschichte und das Ende, auf das im Buch über lange Passagen hingearbeitet wurde, recht absehbar war, war die kreative Umsetzung desselben doch etwas ganz besonderes. Obwohl mir das Ende dann doch etwas schnell abgewickelt wurde und an der ein oder anderen Stelle noch etwas ausgeschmückter, z.B. mit einem länger Kampf zwischen Gut und Böse, hätte sein können, hat es mir dennoch sehr gut gefallen. 

Fazit:★★★★★ – Empfehlenswert!
Ein ganz normales Dorf, in dem im wahrsten Sinne des Wortes sagenhafte Dinge geschehen. Super geschrieben und spannend bis zur letzten Seite.

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