Sonntag, 18. Oktober 2015

Meine Erlebnisse auf der Frankfurter Buchmesse 2015

Freitag früh um 8:00 Uhr ging es los: Ich habe mich in den ICE von Stuttgart nach Frankfurt gesetzt. Ganz komfortabel in der 1. Klasse, denn ich hatte mich mal wieder zu spät um billige Bahntickets gekümmert und die Sparpreise der 1. Klasse waren die billigste Variante um nach Frankfurt zu reisen. Dafür hatte ich aber auch den Luxus, den ich von Bahnreisen so nicht gewohnt bin: geräumiger Ledersitzplatz, kostlose Tageszeitung und jede Menge Service am Platz. Ich kam also tiefenentspannt und gut vom Tagesgeschehen informiert in Frankfurt an. Dann kurze Fahrt zur Messe und schon stand ich im Paradies eines jeden Bücherliebhabers! 




Zielstrebig begab ich mich in Messehalle 3, wo alle meine Lieblingsverlage zu finden waren. Obwohl es mittlerweile schon gegen 11 Uhr, war es noch nicht so überlaufen. Deswegen konnte ich mich relativ zügig zum Stand der F.A.Z. durchschlagen, denn da stellte Charlotte Roche ihr aktuelles Buch "Mädchen für alles" vor. Ich habe noch nie ein Buch von der Autorin gelesen, da es sich nicht um mein bevorzugtes Genre handelt, dennoch wollte ich diese Buchvorstellung auf keinen Fall verpassen. Man muss ja auch mal über seinen literatischen Tellerrand hinausschauen *grins*. Charlotte Roche hat ihr Buch auch sehr überzeugend präsentiert, sehr ausführlich und ehrlich die Fragen beantwortet. Danach ist das Buch umgehend auf meiner erweiterten Wunschliste gewandert. Die 240 Seiten kann man ja mal so zwischendurch lesen. Außerdem bin ich neugierig auf die Hauptperson Chrissi, die scheinbar Selbstgespräche führt, Komplexe hat und die zu ihrer Entlastung eingestellte Nanny komplett für sich beansprucht. Die Frau würde ich doch gerne mal persönlich kennenlernen...


Nach diesem Interview mit Charlotte Roche habe ich am Stand von Harper Collins Germany vorbeigeschaut, zu dem der Mira Taschenbuch Verlag gehört. Da ich bekanntlich Bücher aus dem Genre "Liebesroman" am liebsten lese habe ich mich dort auch wie im Schlaraffenland gefühlt. Dort konnte ich mir ausführlich die aktuellen Neuerscheinungen ansehen und mir wurde die ein oder andere Empfehlung für die kommende Veröffentlichungen gemacht. Aus diesem Verlag werde ich sicherlich in nächster Zeit das ein oder andere Buch vorstellen!

Danach ging es weiter zur ARD Bühne, dort hatte Dominique Horwitz sein Erstlingswerk "Tod in Weimar" vorgestellt. Dominique Horwitz war mir bis dato nur als Schauspieler (Tatort Weimar, Stalingrad etc.) bekannt und bis zu diesem Tag auf der Buchmesse wusste ich nicht, dass er sich auch als Schriftsteller versucht. Ich war von dem Interview sehr angetan und ich finde ihn super sympathisch (und das nicht nur, weil er Thüringen genauso liebt wie ich) und dieses Buch werde ich mir definitiv kaufen. Hier gibt es übrigens das Interview in der ARD Mediathek.

Danach habe ich mich wieder in Messehalle 3 begeben, denn hier gab es noch einige Verlage, die ich mir unbedingt ansehen wollte. Dazu gehörten u.a. Egmont LYX, Arena, cjb, Piper. Hier habe ich mich auch ausgiebig mit den kommenden Neuerscheinungen befasst. Dabei habe ich komplett die Zeit vergessen und demzufolge auch das Bloggertreffen zwischen 14 und 15 Uhr. Schade, denn da wollte ich unbedingt hin. Ich habe allerdings gehört, dass sehr viel los gewesen sein soll. Naja, den ein oder anderen Blogger habe ich dann doch noch an den Messeständen getroffen.

Als ich so durch Ausstellerreihen schlenderte, stand ich plötzlich an der Bühne des Deutschlandfunks. Wie es der Zufall so will, sollte dort Frierich Ani sein neues Jugendbuch "Die unterirdische Sonne" vorstellen. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Die Bücher von Friedrich Ani sind mir natürlich bekannt, obwohl ich noch keine davon gelesen habe. Über das neue Buch wusste ich bis jetzt nur, dass das mediale Echo nicht ganz so gut war, weil es doch für ein Jugendbuch schienbar zu harter Stoff ist. Das Interview war sehr spannend und ihr könnt es auf der Internetseite des Deutschlandfunks nachhören, wenn ihr wollt. 

Eigentlich hatte ich mir für meinen Messebesuch vorgenommen, mich mehr mit dem Thema Selfpublishing zu befassen. Das ist leider etwas zu kurz gekommen, dafür konnte ich aber ganz andere, überraschende Eindrücke sammeln. Allerdings konnte ich zum Abschluss dann doch noch mit dem ein oder anderen Selfpublisher reden. Für mein Buchvorhaben habe ich auf jeden Fall neue Erkenntnisse mitgenommen und hoffe ich habe die Motivation, diese auch in absehbarer Zeit umzusetzen. 

Gegen 18:30  Uhr ist der Tag auf der Messe dann für mich zu Ende gegangen und ich habe die Heimreise angetreten. Nachdem mein ICE in Frankfurt wegen eines technischen Defektes nicht losfahren konnte und ein Ersatzzug bereitgestellt wurde und dieser dann in Mannheim fast 90 Min im Bahnhof stand, weil ein "Personenschaden mit polizeilichen Ermittlungen von unbekannter Dauer" auf einem Gleisabschnitt vor uns war, kam ich mit über zweieinhalb Stunden Verspätung mitten in der Nacht bei mir zu Hause an. Die positiven Eindrücke der Buchmesse konnte dieses negative Erlebnis zum Schluss dennoch nicht schmälern und ich freue mich schon tierisch darauf, die ganzen Neuerscheinungen, die es mir besonders angetan haben, euch vorzustellen!

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