Samstag, 24. Oktober 2015

Rezension zu "Aquamarin" von Andreas Eschbach

Roman
408 Seiten
Verlag: Arena
Erschienen: Juli 2015
Preis: 17,99 € (Hardcover)

Inhalt:
Hüte dich vor dem Meer! Das hat man Saha beigebracht. Eine seltsame Verletzung verbietet der Sechzehnjährigen jede Wasserberührung.
In Seahaven ist Saha deshalb eine Außenseiterin. Die Stadt an der Küste Australiens vergöttert das Meer. Wer hier nicht taucht oder schwimmt, gehört nicht dazu. So wie Saha. Doch ein schrecklicher Vorfall stellt alles in Frage. Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean. Dort entdeckt sie Unglaubliches. Sie besitzt eine Gabe, die nicht sein darf – nicht sein kann. Nicht in Seahaven, nicht im Rest der Welt. Wer oder was ist sie? Die Suche nach Antworten führt Saha in die dunkelsten Abgründe einer blauschimmernden Welt … (Quelle: Arena Verlag)

Meinung: 
Ich habe dieses Buch in der Bibliothek meines Vertrauens das erste Mal gesehen und war von dem Cover fasziniert. Da ich Andreas Eschbach bis jetzt nur vom "Jesus Video" kenne und ich seinen Schreibstil mochte, habe ich es mir ausgeliehen.

Zunächst zu Cover: Ich finde es sehr ansprechend. Ein blauer Hintergrund, davor Seetang  und ein Gesicht. Meine Neugier war geweckt, denn ich wollte unbedingt wissen, welche Verbindung zwischen dem abgebildeten Mensch und dem Ozean besteht.

Die Geschichte spielt in einem kleinen Ort namens Seahaven in Australien im Jahr 2151. Die Lebensweise der Menschen wird sehr detailliert beschrieben und man bekommt einen Einblick, wie das in der Zukunft aussehen könnte. Einige Themen sind von besonderer Bedeutung, wie z.B. die Zensur von Literatur und Wissen durch digitale Medien. Ein für mich sehr erschreckender Ausblick auf die Zukunft, aber durch den vermehrten Einsatz der digitalen Medien durchaus vorstellbar. Außerdem wird im Buch der Bezug zur Gegenwart sehr gut hergestellt, was das Zukunftszenario noch realer und vorallem beängstigender wirken lässt.

Der Hauptprotagonist der Geschichte ist Sara Leeds, 16 Jahre alte und lebt bei ihrer taubstummen Tante Mildred in Seahaven. Seit ihrer Kindheit wurde Sara beigebracht, dass sie nicht ins Wasser gehen darf, da sie seit einem schweren Unfall als Baby Wunden am Rücken hat, die nicht zuwachsen. Als eine Gruppe von Jugendlichen sie in das Schwimmbecken der Schule stoßen, merkt Sara allerdings langsam, dass es sich bei den mysteriösen Wunden um Kiemen handeln muss, die sie befähigen unter Wasser zu atmen. Sara ist eine schüchterne und verschlossene Jugendliche, die sich im Laufer der Gescichte öffnet und durch ihre neu entdeckten Fähigkeiten immer mehr Selbstbewusstsein bekommt. Als Nebendarsteller finde ich Mildred, Saras Tante und Pigrit, ihr Klassenkamerad, besonders sympathisch. 

Die Beschreibung des Lebens im Jahre 2151 fand ich sehr gut gelunden, auch die Charaktere habe ich fast alle sofort ins Herz geschlossen. Nur an der Handlung wurde meiner Meinung nach etwas gespart. Mir hat etwas die Spannung gefehlt und der Aufbau der handlung war meiner Meinung nach zu vorhersehbar. Außerdem hätte mir etwas mehr die Handlung und weniger die Beschreibung von Gefühlen und Befindlichkeiten im Vordergrund stehen sollen. 

Fazit: ★★★☆☆ – Geht so!
Ganz nette Geschichte, die an allerdings nicht unbedingt gelesen haben muss. 








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