Montag, 5. Oktober 2015

Rezension zu "Lilienfeuer" von Alexandra Monir

Roman
352 Seiten
Verlag: cbj
Preis: 12,99 € (Taschenbuch)
Originaltitel: Suspicion

Inhalt: 
Sieben Jahre ist es her, doch nie gelang es der 17-jährige Imogen jene Nacht zu vergessen, als ihre Eltern bei einem Brand im Garten des englischen Familiensitzes starben. Aufgewachsen in New York, gerät Imogens Welt abermals völlig aus den Fugen, als sie erfährt, dass ihre Cousine Lucia verunglückt ist und sie nunmehr das Erbe als Herzogin von Rockford antreten muss. In England erwarten sie nicht nur die ungewohnten aristokratischen Pflichten, sondern auch Sebastian, Imogens heimliche Liebe seit Kindheitstagen. Doch ihr Wiedersehen auf Rockford Manor wird durch die mysteriösen Vorkommnisse hinter den uralten Mauern überschattet: Waren die Todesfälle in ihrer Familie wirklich ein Zufall? (Quelle: Randomhouse

Meinung: 
Das Cover ist einfach unbeschreiblich schön. Dieses lila Labyrinth hat es mir irgendwie angetan und ich war gespannt, was sich wohl dahinter verbirgt. Ich habe mir einen rasanten und verworrenen Roman versprochen, dessen Handlung mich von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

Zunächst bin ich sehr gut in die Handlung eingestiegen. Der Schreibstil von Alexandra Monir hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung wird aus Sicht von Imogen erzählt. Imogens Charakter war mir von Anfang an sympathisch, sie passt aber in ihrer Verhaltensweise so gar nicht in den englischen Adel. Wie auch, denn sie ist schließlich in New York City bei Pfegeeltern aufgewachsen.

Auch der männliche Hauptprotagonist Sebastian konnte mich überzeugen. Er ist Imogens heimlicher Schwarm seit frühester Kindheit und er steht ihr von Anfang an zur Seite, als Imogen auf Rockford Manor eingezogen ist. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich eine Liebesgeschichte daraus, den wer hätte es nicht gedacht, Sebastian hegt auch Gefühle für Imogen. Er ist der Star der Polo-Mannschaft der Universität von Oxford und weiß sich bestens in den adligen Kreisen zu benehmen. Obwohl mir Sebastian sehr sympathisch rüberkommt, war mir sein Charakter an manchen Stellen zu klischeebehaftet.

Wenn ich schon bei Klischees bin, dann sollte hier auch der Butler Erwähnung finden. Dieser wird genauso dargestellt, wie ich mir DEN Prototypen eines englischen Butlers vorstelle. Im Gegensatz zu Sebatians Romanfigar hat das Klischee zur Rolle des Butlers  wirklich gepasst.

Im Vergleich zu Charakteren und Schreibstil, kann die Handlung bei mir leider gar nicht punkten. Ich habe mir etwas mehr Mystery oder Fantasy vorgestellt. Leider wurde ich sehr enttäuscht. Lediglich Imogens übernatürlichen Fähigkeiten waren ein fantastisches Element. Wenn man es weggelassen hätte, dann wäre eine schöne Adelsgeschichte herausgekommen, bei der eine junge Frau unerwartet eine Herzogin wird und von heute auf morgen im Fokus der Öffentlichkeit steht. Wenn es nicht gut geschrieben wäre, hätte ich es sehr wahrscheinlich nicht einmal fertig gelesen. 


Fazit: ★★★☆☆ – Geht so!
Die Handlung war so ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Das Cover hat mich glauben lassen, es handelt sich um ein Fantasy-Roman, aber ich sollte in Zukunft den Klappentext ein wenig genauer lesen... Herausgekommen ist eine (noch) akzeptable Adelsgeschichte, die in England im 21. Jahrhundert spielt. 



Ich habe dieses Buch als Ebook über das Bloggerportal von Randomhouse bekommen. Vielen Dank für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. 

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