Dienstag, 5. Januar 2016

*Rezension* Merry Kisses: Zu Weihnachten Herz zu verschenken von Nadine Morel

Kurzroman
Seiten: 103
Verlag: Selfpublisher
Erschienen: 2015
Preis: 0.99 € (Ebook)
*Leseprobe*


Inhalt:  
Julie Greenwald kehrt über Thanksgiving und Weihnachten in das verschlafene Örtchen Thompson Falls in Montana zurück, um ihren Vater bei einer Geschäftsidee zu unterstützen und mit ihrer Familie zu feiern. Heute wie damals schlägt ihr Herz für den Mann, mit dem sie aufgewachsen ist und der unerreichbar scheint – der einsame Ranchbesitzer Ray Harper. Wie schön, dass ihre Familie sie bis Heiligabend unbedingt verkuppeln will – dumm nur, dass es sich dabei nicht um ihren Schwarm Ray, sondern ausgerechnet um seinen Bruder Baxter handelt und Ray fest entschlossen scheint, seinem Bruder nicht in die Quere zu kommen.

Ray Harper liebt Julie Greenwald seit – nun, seit er ihren Namen buchstabieren kann. Wie gern würde er ihr genau das endlich gestehen, doch es ist kompliziert. Eine alte Fehde und ein Vorfall aus der Vergangenheit stehen zwischen ihnen. Noch komplizierter wird es, als er Julie spontan eine Mitfahrgelegenheit nach Seattle anbietet und sie sich, fernab vom Kleinstadttratsch, nach Früchtepunsch und Ingwerplätzchen sehr viel näher kommen als geplant.
Ray ist sich sicher: Das zwischen ihm und Julie kann zu nichts führen. Aber wer weiß, immerhin ist bald Weihnachten und da ist schließlich nichts unmöglich... (Quelle: Amazon)





Meinung:
Ich habe diesen Kurzroman zwischen den Feiertagen gelesen, weil ich unbedingt noch eine Liebesgeschichte mit weihnachtliche Ambiente lesen wollte. Und diese Geschichte hat perfekt zu meinen Ansprüchen gepasst. 

Mit knappen 100 Seiten ist die Geschichte sehr kurz und man kann sie locker nebenbei lesen. Auch der Schreibstil ist sehr flüssig und hat dazu beigetragen, dass ich den Kurzroman in einem Rutsch durchgelesen habe. Insgesamt besteht die Geschichte aus 16 kurzen Kapiteln. 

Die Handlung beginnt in der Vorweihnachtszeit. Dem Leser wird ausführlich Julie vorgestellt. Sie besucht nach Jahren wieder einmal ihren Vater und will ihm bei der Eröffnung eines französischen Bistros helfen. Sie trifft auf Ray, mit dem sie in der Jugend sehr gut befreundet und auch heimlich verliebt war. Schnell wird dem Leser deutlich, dass auch Ray schon seit langer Zeit in Julie verliebt ist und dass die lange Zeit der Trennung nichts an den Gefühlen der beiden geändert hat. Zunächst war ich etwas verwirrt, warum die beiden nicht schon als Teenager zusammengekommen sind. Mir sind die Gründe dafür auch erst mit Voranschreiten der Handlung wirklich klar geworden.  

Ich finde sowohl Julie als auch Ray sehr sympathisch, obwohl mir Ray an der ein oder anderen Stelle doch schon sehr eigenbrötlerisch vorkommt. Mit Julie zusammen kommt er aber etwas aus sich heraus. Julies Familie finde ich nicht so toll, denn sie versuchen alles, um Julie mit Baxter zu verkuppeln, der auch zufällig noch Rays Bruder ist. Baxter finde ich nicht wirklich sympathisch. Er versucht seinen Willen durchzusetzen, scheint ein Alkoholproblem zu haben und ist auch sehr begriffstutzig, denn er merkt nicht wirklich, dass Julie nichts von ihm will. 

Das Happy End ist kreativ gestaltet, spielt an Heiligabend und ist meiner Ansicht nach, sehr gelungen. Ich finde dieser Kurzroman ist definitiv sein Geld wert und eine absolute Empfehlung für Leser(innen), die gerne weihnachtliche Liebesromane lesen. An einigen Stellen ist mir die Handlung aber etwas zu schnell vorangeschritten. Hier hat mir der Kontext dazu gefehlt, damit ich richtig in die Welt um Julie, Ray und Thompson Falls eintauchen konnte.

Fazit: ★★★☆ – Lesenswert!

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