Sonntag, 25. September 2016

*HB-Rezi* Vielleicht mag ich dich morgen von Mhairi McFarlane

Klappentext:
Anna Alessi ist Historikerin, liebt ihren Job und hat sich mit ihren ewig unordentlichen Haaren und ihrem manchmal vorlauten Mundwerk abgefunden. Ein Mann für die romantischen Momente des Lebens wäre schon nett – aber ihr geht’s gut, viel besser als sie jemals gehofft hätte. Denn als Jugendliche war sie dick und eigenbrötlerisch, ein beliebtes Zielobjekt für organisiertes Mobbing. Ausgerechnet ihr heimlicher Schwarm James Fraser trieb dies gekonnt auf die Spitze und stellte sie in seinem ärgsten Coup vor der gesamten Schule bloß. Als sie ihm 16 Jahre später bei einem Klassentreffen wieder begegnet, erkennt er sie nicht – so sehr hat sie sich äußerlich verändert. Doch auch Anna erkennt James kaum wieder. Er ist höflich. Reif. Sogar lustig. Können Menschen sich wirklich so verändern? (Quelle: Argon Verlag)

Eigene Meinung:
Cover & Klappentext:
Der Titel hat mich neugierig gemacht. Irgendwie hat er mich ziemlich zum nachdenken angeregt, denn warum sollte man jemanden, den man heute kennt und nicht mag, morgen doch mögen? Natürlich wird im Hörbuch eine andere Zeitskala verwendet als 24 Stunden, aber trotzdem war diese zentrale Frage der Grund, der mich dazu bewogen hat, zu diesem Hörbuch zu greifen. Denn eigentlich finde ich das Cover nicht so richtig ansprechend und ich hätte von der Optik nicht zwangsläufig auf einen Liebesroman getippt.


Handlung:
Anna und James treffen sich nach vielen Jahren bei einem Klassentreffen wieder. Anna erkennt James sofort und weiß noch immer ganz genau, was er ihr während der Schulzeit angetan hat. James hingegen kann sich überhaupt nicht an Anna erinnern und deswegen verschweigt sie ihm, wer sie wirklich ist. Die beiden sind im Verlauf der Handlung gezwungen gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten und es entwickelt sich erst eine Freundschaft und später eine Liebesbeziehung.

Das Thema finde ich echt spannend und es wurde auch sehr gut im Buch umgesetzt. Phasenweise fand ich es aber ein bisschen zu langatmig, obwohl Annas Art und ihre Einstellung das ganze enorm auflockern.

Charaktere:
Anna Alessi ist eine beeindruckende Person. Sie wurde während ihrer Schulzeit richtig fies gemobbt und trotzdem (oder gerade deshalb) hat sie eine richtig starke Persönlichkeit entwickelt. Dass sie dann allerdings Selbstzweifel hat, als sie bei einem Klassentreffen ihren ehemaligen Peinigern gegenübersteht, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ich konnte mir gar nicht so wirlich vorstellen, dass James Fraser in der Schulzeit der Mobber gewesen sein soll. Denn sein älteres Ich ist höflich und ich habe ihn auch irgendwie gern gehabt und natürlich mit ihm mitgelitten, als seine Frau ihn verlassen hat. Da sieht man mal wieder, was die Pubertät aus uns macht.

Sprache & Stil:
Das Hörbuch wird von Britta Steffenhagen gelesen und das macht sie meiner Meinung nach ganz hervorragend. Dank ihr konnte ich sofort in die Geschichte eintauchen, denn ich tue mich sonst mit dem Einstieg bei Hörbüchern echt schwer.

Gesamteindruck:
"Vielleicht mag ich dich morgen" ist ein schönes Hörbuch für zwischendurch, das an einigen Stellen deutlich mehr Tiefgang besitzt, als viele andere Liebesromane. Deswegen vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.




Details zum Buch:
Titel: Vielleicht mag ich dich morgen (engl. Original: Here's Looking at You)
Autor: Mhairi McFarlane
Genre: Liebesroman
Verlag: Argon Verlag
Erstveröffentlichung: Mai 2015
Laufzeit: 7 Stunden, 23 Minuten (6 CDs)
Format: Hörbuch (Autorisierte Lesefassung)
Sprecher: Britta Steffenhagen 
ISBN: 978-3-8398-1393-5
Preis: 12,95 €
*Hörprobe*

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