Sonntag, 30. Oktober 2016

[Rezension] Herzenszauber in Thunder Point von Robyn Carr

Klappentext: 
In einem Akt der Verzweiflung verlässt Devon MCAllister mit ihrer kleinen Tochter ihr Zuhause, in dem sie sich nicht mehr sicher fühlt. Sie will nur eins: ihrer traumatischen Vergangenheit entfliehen und irgendwo untertauchen. Unerwartet landet sie in dem Küstenstädtchen Thunder Point, wo sie mit offenen Armen aufgenommen wird. Vor allem der attraktive Spencer unterstützt sie tatkräftig–und berührt ihr Herz. Doch wird es ihr gelingen, ihre schmerzvollen Erfahrungen hinter sich zu lassen? (Quelle: Harper Collins)
 

Meinung: 
Ich durfte dieses Buch im Rahmen einer Lovelybooks Leserunde lesen und es hat mir zunächst auch ganz gut gefallen. Die Story beginnt mit Devons Flucht aus einer sektenähnlichen Gemeinschaft. Sie wird von Rawley am Straßenrand mit ihrer Tochter aufgelesen und er nimmt beide mit nach Thunder Point und in sein Haus auf. 

Der Leser lernt Devon zunächst als eingeschüchterte Frau kennen. Sie sorgt sich um das Wohl ihrer Tochter Mercy und misstraut absolut jedem Menschen. Doch in der Umgebung von Thunder Point kommt sie zur Ruhe und beginnt zunächst zu Rawley und dann zu anderen Bewohnern Vertrauen zu schöpfen. Sie sucht sich einen Job in einer Arztpraxis und kann durch das eigenständig verdiente Geld auch eine eigene Wohnung für sich und ihre Tochter mieten. Spencer, der Coach der Football-Highschool-Mannschaft hat sofort einen Blick auf Devon geworfen. Obwohl er den Verlust seiner am Krebs verstorbenen Ehefrau immer noch betrauert, fühlt er sich sofort zu Devon hingezogen und macht auch keinen Hehl daraus. 

Beide Charaktere mochte ich sehr gerne, obwohl mir aber etwas der Tiefgang gefehlt hat. Im Großen und Ganzen kann ich das Handeln der Personen nachvollziehen, aber mir fehlt doch ein paar Feinheiten im Kontext, sodass es zu einer lebendigen Geschichte wird. Dazu kommt noch, dass eine Vielzahl an Nebencharakteren auftreten, die den Plot noch in mehrere Nebenhandlungen auftrennen und es für mich schwierig gemacht haben, den Fokus auf der Haupthandlung zu behalten. Einige Passagen hätte man meiner Meinung nach ganz streichen können, denn sie sind vollkommen irrelevant für die Haupthandlung. Deswegen konnte ich auch nie so richtig in die Handlung eintauchen und habe das Buch auch mit einigen Unterbrechungen gelesen. 

Dieses Buch war das erste, dass ich von Robyn Carr gelesen habe und ich muss mir noch schwer überlegen, ob ich weitere Bücher von ihr lesen will. Mir gefällt weder ihr Schreibstil noch die Art wie sie die Handlung aufbaut. Außerdem fehlten mir die Sehnsucht und das Feuer, das es zwischen dem Liebespaar geben sollte und essentiell wichtig für einen Liebesroman ist. Das habe ich fast im ganzen Roman vermisst. Wenn ich nicht wüsste, dass Robyn Carr eine Bestseller-Autorin ist und mit ihrer "Virgin River"-Reihe Erfolg hat, würde ich annehmen, es handele sich um einen Debütroman.  

Fazit: Da ist meiner Meinung nach noch deutlich Luft nach oben. Ich vergebe 2 von 5 Sternen. 

 

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