Montag, 27. Februar 2017

[Rezension] Die steinerne Schlange von Iny Lorentz

Iny Lorentz: Die steinerne Schlange
Einzelband
Genre: Historischer Roman
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-65351-7
Erstveröffentlichung: Oktober 2015
Seitenzahl: 640
Format: Hardcover
Preis: 19,99€

Klappentext: 
Germanien im Jahre 213 nach Chr. Die junge Gerhild, Tochter eines Stammesfürsten, ist eine mutige und standesbewusste Frau. Als der römische Statthalter Quintus ihren Stamm aufsucht und sie zur Geliebten fordert, sind ihre beiden Brüder zu ihrem Entsetzen damit einverstanden. Sie will sich jedoch nicht in ein Schicksal fügen, das gleichbedeutend mit Sklaverei ist, und verlangt, dass der Römer um sie kämpfen soll. Da sie ahnt, dass ihre Brüder den Römer gewinnen lassen wollen, tritt sie selbst gegen ihn an. Was niemand für möglich gehalten hätte, geschieht: Die junge Frau siegt und blamiert Quintus damit vor ihrem Stamm und seinen eigenen Leuten. Der Römer will seine Niederlage nicht hinnehmen und sinnt auf Rache. Für Gerhild beginnt damit ein verzweifelter Kampf ums Überleben … [Quelle: Knaur Verlag]


Meinung: 
"Die steinerne Schlange" ist das erste Buch, das ich von Iny Lorentz lesen und rezensieren durfte. Deswegen habe ich mich auch sehr gefreut, als ich es bei der "Bäume raus, Bücher rein"-Aktion von Lovelybooks gewonnen habe. *Vielen Dank dafür, ich habe mich sehr gefreut 😀💓*

Der Schreibstil hat mich vom ersten Satz an gefesselt und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin erzählt die Geschichte von Gerhild, die im freien Germanien im Jahr 213 n.Chr. nahe dem Limes in einem kleinen Dorf lebt. In einem Kampf blamiert sie den römischen Statthalter Quintus, der sie zu seiner Geliebten machen will, indem sie ihn vor seinem gesamten Gefolge besiegt. Damit hat sie zwar ihre Freiheit gewonnen, doch für ihren Stamm hat es schlimme Konsequenzen, denn Quintus ist auf Rache aus. 

Die Protagonistin Gerhild ist eine selbstbewusste und junge Frau, die sich gegen ihr Schicksal, ihre Brüder und der Übermacht Roms durchzusetzen vermag. Sie ist eine talentierte Jägerin und kann sich auch im Nahkampf sicher mit dem Schwert verteidigen. Zudem sind ihr die Götter wohlgesonnen, denn das Glück ist stets auf ihrer Seite. Auch wenn sie eine fiktive Person ist, so hat sie mich doch schwer beeindruckt. Natürlich kann auch Gerhild das Römische Reich nicht im Alleingang besiegen, aber sie hat treue Freunde und Gefährten, die an ihrer Seite stehen. Allen voran Julius ein römischer Offizier mit germanischer Herkunft, der ihr immer wieder zu Hilfe eilt und es mich auch gar nicht gewunderte, dass sich über die Zeit eine Liebesbeziehung anbahnte.

An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir etwas mehr Kontext gewünscht, denn ich habe mich lange Zeit gefragt, wie die Geschehnisse zeitlich einzuordnen sind und wo sie genau stattgefunden haben. Klar wurde 213 n. Chr. schon im Klappentext erwähnt, aber mein Wissen zur Römerzeit ist sehr begrenzt, deswegen hätte ich mir da vielleicht eine Zeitleiste oder Ähnliches gewünscht, um die fiktive Geschichte mit den realen historischen Hintergrund verknüpfen zu können. Aber auch ohne großes Hintergrundwissen meinerseits fand ich die Geschichte um Gerhild sehr spannend und detailliert erzählt. 

Fazit: Ein toller historischer Roman mit einer sehr starken Protagonistin, die unermüdlich gegen das scheinbar übermächtige Römische Reich kämpft. 


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